Der alte Naturrasenplatz vom SC Friedrichsthal
Der alte Naturrasenplatz vom SC Friedrichsthal

Mitgliederversammlung des SC Friedrichsthal beschließt Platzverkauf

Der SC Friedrichsthal hat im Rahmen seiner ordentlichen Mitgliederversammlung am 13.02.2019 dem Verkauf der Grundstücksfläche im Bereich des „Stadions“ zugestimmt. Auch die Vorstände wurden neu gewählt.

In seinem Geschäftsbericht führte der 1. Vorsitzende des Vereins Roman Kühn unter anderem aus, dass aufgrund des Todes des Hauptsponsors der Abteilung Fußball die erste Mannschaft aus der Saarlandliga abgemeldet werden musste. Dies sei rechtzeitig und fair kommuniziert worden, um den anderen Mannschaften den Verbleib zu ermöglichen.

Aufgrund einer hohen Wassernachzahlung sowie Sanierungs- und Düngungskosten von ca. 10.000 Euro für beide Naturrasenplätze, welche nur durch ein aufgenommenes Darlehen finanziert werden konnte, wurde deutlich, dass es dem Verein zukünftig nicht möglich sei, zwei Naturrasenplätze zu unterhalten. Kühn führte weiter aus, dass jeder Platz fünfmal pro Jahr gedüngt werden müsse – immerhin ca. 2500 Euro jährlich pro Platz.

Mit Blick auf die Abteilung Leichtathletik sprach der Vorsitzende des Vereins über die Sanierung der Tartanbahn, die insgesamt 84.000 Euro kostete. Über die Sportplanungskommission wurde ein Zuschuss gewährt und dank der Unterstützung der Stadtverwaltung konnte ein weiterer Sonderzuschuss über das Innenministerium erhalten werden. Der Abteilungsleiter der Abteilung Leichtathletik, Mark Bleymehl, ergänzte die Ausführungen Kühns mit den errungenen sportlichen Erfolgen der Athleten.

Beim Kassenbericht berichtete Kassierer Bernd Urig Senior über eine durchgeführte Prüfung des Finanzamtes, die ohne nennenswerte Schwierigkeiten durchgeführt wurde. Dies zeige insbesondere, dass die handelnden Personen, ihre Tätigkeiten ernsthaft und seriös angehen.

Bürgermeister Rolf Schultheis nutzte die Gelegenheit, einige Worte an die mehr als sechzig Teilnehmer zu richten. Er verwies auf die komplexe Arbeit der Vorstände in Bezug auf finanzielle Angelegenheiten. Auch auf die persönliche Haftung der Vorstände wies der Bürgermeister hin.

„Insbesondere die rechtliche Situation ist ein Grund, weshalb sich heute weniger Menschen bereit erklären, eine Vorstandstätigkeit anzunehmen. Aus diesem Grund sollte man den Vorständen für ihre Tätigkeit danken.“

Rolf Schultheis, Bürgermeister der Stadt Friedrichsthal

Bei der Wahl des 1. Vorsitzenden wurde einzig Roman Kühn zur Wiederwahl vorgeschlagen und wurde bei drei Enthaltungen wiedergewählt. Als zweiter Vorsitzender wurde Dieter Abati wiedergewählt. Schriftführer wird Mark Bleymehl. Als Kassierer steht weiterhin Bernd Urig Senior zur Verfügung. Als Kassenprüfer wurde Hans Mees und Klaus Flachsland gewählt, als Stellvertretender Kassenprüfer wurde Rolf Schultheis gewählt.

Verkauf der „Stadionfläche“

Der im Vorfeld am hitzigsten diskutierten Punkt, der Verkauf des Naturrasens inklusive der Flutlichtanlage wurde von Roman Kühn ausführlich erläutert.

So werde der „hintere“ Naturrasenplatz inklusive Flutlicht sowie dem Wegerecht von den Kabinen zum Platz verkauft. Weiterhin wird die Mitnutzung von zwei Umkleidekabinen, der Zuwegung sowie der Wasserversorgung gestattet.

Da sich bis zum Jahr 2022 eine sogenannte Rückauflassung auf dem Grundstück befindet, darf erst zu diesem Jahr der Verkauf stattfinden. Zuvor wird das Gelände an den SV Elversberg verpachtet. Im Jahr 2022 kann der SV Elversberg das zuvor gepachtete Gelände kaufen. Von der Kaufsumme werden dann die in Vorkasse durch den SV Elversberg geleisteten Sanierungskosten abgezogen. Über den Verkaufspreis wurde stillschweigen vereinbart.

Neben den finanziellen Aspekten sollen weitere Vorteile für den SC Friedrichsthal entstehen. Zu ihnen gehört unter anderem die Düngung des Naturrasens vor dem Clubheim und die Mitnutzung der Rasenpflegegeräte, so Kühn. Alle Verantwortlichen seien sich sicher, dass sich der Verkauf positiv auf den Verein auswirken.

Dem Antrag wurde mit drei Enthaltungen zugestimmt, sodass die Verpachtung und der spätere Verkauf stattfinden kann.

In der Anschließenden Aussprache zeigte sich der 1. Vorsitzende selbstkritisch. Es sei ihm nicht gelungen, eine breite Sponsorenbasis für die Abteilung Fußball zu finden. Es wurde angeregt, eine moderate Beitragserhöhung zu prüfen und diese umzusetzen. Auch wurde vorgeschlagen, ein gesamtheitlich Finanzierungskonzept auf einer Mitgliederversammlung vorzustellen. Roman Kühn stimmte diesen Vorschlägen zu.

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