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Angela Merkel, Bundeskanzlerin | Bild: CDU/Laurence Chaperon
Angela Merkel, Bundeskanzlerin | Bild: CDU/Laurence Chaperon

Merkel: Wir wollen Partnerländer bei ihrer eigenen Agenda unterstützen

Bei diesem Pakt mit Afrika liege die Betonung auf dem Wort „mit“, sagt die Kanzlerin. „Wir wollen nicht über die Köpfe der Afrikaner hinweg sprechen. Wir wollen mit den afrikanischen Ländern zusammenarbeiten.“ Zwölf afrikanische Staaten sind der Initiative beigetreten, die beim G20-Gipfel 2017 ins Leben gerufen wurde. „Wir werden über Investitionen sprechen, über den wirtschaftlichen Fortschritt und über bessere politische Rahmenbedingungen“, sagt Merkel.

Die Afrikanische Union habe sich mit der Agenda 2063 eigene Entwicklungsziele gegeben, die im Jahr 2063, 100 Jahre nach Ende der Kolonialzeit, erreicht werden sollen. Bei der Umsetzung dieser Agenda wolle man einzelne Länder mit der Compact-Initiative unterstützen, so die Kanzlerin. „Das tut Deutschland nicht alleine, sondern wir tun das mit internationalen Institutionen und den G20-Mitgliedsstaaten.“

Als Beispiele nennt Merkel unter anderem bessere Hermes-Bürgschaften und Kreditbedingungen. Auf der anderen Seite sollten die afrikanischen Länder dafür Sorge tragen, ihr Finanzsystem und ihre Bankenlandschaft transparenter zu gestalten. Das sei wichtig für Investoren. Neben der Konferenz zum „Compact with Africa“ wird es auch eine Investorenkonferenz in Berlin geben, auf der möglichen Geldgebern interessante Projekte vorgestellt werden. „Auf diesem Weg sind wir schon ein Stück vorangekommen,“ sagt Kanzlerin Merkel.

Ebenso wichtig sei der Plan der Afrikanischen Union, eine Freihandelszone einzurichten, um den Handel zwischen den Ländern zu befördern, so die Kanzlerin. Merkel betont weiter, dass die Industrieländer Afrika bei der Entwicklung einer nachhaltigen Landwirtschaft behilflich sein sollten. Afrika ist vom Klimawandel in besonderer Weise betroffen.

Wir als Industrieländer sind hier auch die Verursacher„, sagt Merkel, deshalb sei es richtig, hier zu unterstützen und dafür Sorge zu tragen, „dass die Ernährungsgrundlage für Afrika aus Afrika kommt, inklusive der verarbeitenden Industrie der Lebensmittelprodukte“.

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