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LSVS: Jeder dritte Mitarbeiter muss gehen

Beim Landessportverband (LSVS) droht eine Kündigungsflut: Etwa jeder Dritte Angestellte muss zum Jahresende seinen Platz räumen. Nach dem Beschluss des Verbandspräsidiums müssen 62 der 182 Mitarbeiter zum Jahresende das Unternehmen verlassen.

Komplette Abteilungen schließen

Es sollen ganze Abteilungen inklusive der Mensa geschlossen werden. Auch IT und Buchhaltung werden ausgegliedert.

Die Kündigungen sollen auf allen Ebenen durchgeführt werden.

Neben dem Spitzenkoch der Mensa soll auch der kürzlich installierte Geschäftsführer nicht weiterbeschäftigt werden.

Ziel ist es, durch die Massenentlassungen mehrere Millionen Euro im Jahr einzusparen. Schwimmbad und Sporthallen sollen zukünftig nur noch gegen Gebühr benutzt werden können.

Mit diesen Maßnahmen möchte der LSVS sein Defizit abzubauen und gleichzeitig die Eigenständigkeit erhalten zu können.

Nach Angaben von LSVS-Vizepräsident Schumann rechne man mit langwierigen Arbeitsgerichtsprozessen.

Kritik von Verdi – Lob von Ministerpräsident Hans

Verdi bringt sich bereits in Stellung und übt scharfe Kritik an den Plänen vom LSVS. Man werde alles dafür tun, möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten. Die zuständige Gewerkschaftssekretärin Sabine Engelhardt-Cavelius sagt:

„Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen. Das Aufteilen der Beschäftigten in 1. und 2. Klasse ist kein akzeptables Vorgehen für uns. Die saarländische Regierung trägt nicht nur Verantwortung für die Sportler_innen und Ehrenamtlichen. Die Beschäftigten müssen im Fokus der Sanierung stehen. Die Folgen des Missmanagements an der Seele des LSVS, den Mitarbeitern, auszutragen ist unverschämt.“

Ministerpräsident Tobias Hans hingegen lobte die Beschlüsse des Landessportverbandes:

„Im Vordergrund muss die Unterstützung des Saar-Sports in Spitze und Breite stehen. Die Missstände beim Sportverband dürfen weder auf dem Rücken unserer Top-Athleten noch auf dem der vielen in Vereinen engagierten Saarländerinnen und Saarländer ausgetragen werden. Dazu ist eine nachhaltige Sanierung des LSVS unumgänglich, auch wenn dies mit tiefen Einschnitten beim LSVS selbst verbunden sein wird. Die Landesregierung begleitet das Sanierungskonzept des LSVS dabei bestmöglich. Im kommenden Ministerrat am 12.06.2018 werden wir unterstützende Maßnahmen, mit denen die Landesregierung bei einer weiterhin eigenständigen Sanierung des LSVS helfen kann, intensiv beraten.“

 

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