Bauer mit Traktor, über dts
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Klöckner will einheitliche Nitrat-Messung

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hat auf die anhaltende Kritik von Bauern am deutschen Nitrat-Messnetz und weiteren Verschärfungen der Düngeregeln reagiert.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hat auf die anhaltende Kritik von Bauern am deutschen Nitrat-Messnetz und weiteren Verschärfungen der Düngeregeln reagiert. „Wir brauchen eine bundesweite Vereinheitlichung der Nitrat-Messung“, sagte die CDU-Politikerin der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.


Sie fordere das Bundesumweltministerium und die Bundesländer auf, eine solche zu erarbeiten. Klöckner sagte weiter, dass die Nitrat-Messungen in der Zuständigkeit der Länder lägen. Viele Bauern zweifeln an, dass die weitere Verschärfung der Düngeregeln in Deutschland auf validen Daten beruht. Erhöhte Nitratwerte im deutschen Grundwasser hatten zu einer Verurteilung vor dem Europäischen Gerichtshof geführt. Auf Druck der EU-Kommission hat die Bundesregierung die gerade reformierte Düngeverordnung erneut verschärft, um hohen Strafzahlungen zu entgehen. Zuletzt hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erklärt, dass Messnetz in seinem Bundesland überprüfen zu wollen. Klöckner sagte der NOZ, dies sei „nicht nur sein gutes Recht, das liegt auch in seiner Zuständigkeit“. Auch Bauernpräsident Joachim Rukwied hatte die Politik aufgefordert, sich „die Dinge noch einmal intensivst“ anzuschauen. Ungereimtheiten müssten ausgeräumt werden. „Und wenn das die Politik nicht macht, dann bleibt am Ende nur der Klageweg. Viele Landwirte sind dazu bereit“, kündigte der Bauernpräsident in der NOZ an. Klöckner warnte davor, die Nitrat-Probleme kleinreden zu wollen. „Da muss man ehrlich bleiben! Dass in einigen Landstrichen zu viel gedüngt worden ist, ist nicht von der Hand zu weisen.“ Die Messung müsse aber „fair und transparent sein, da unterstütze ich die Bauern“. Deutschland habe die notwendigen Nachjustierungen beim Düngen über Jahre hinausgezögert, so Klöckner. „Im Glauben, man könne vieles verhindern.“ Das räche sich jetzt.

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