Kameras in Saarbrücken
Kameras in Saarbrücken

Keine Fluglotsen mehr am Flughafen Saarbrücken

Seit gestern wird der Flughafen Saarbrücken nicht mehr wie seit vielen Jahren durch Fluglotsen vor Ort überwacht, sondern vom Standort Leipzig: Spezialkameras machen dies möglich.

Wie die Deutsche Flugsicherung mitteilt, ist Saarbrücken jetzt der weltweit größte Airport, der im täglichen Betrieb aus dem Leipziger „Remote Tower Control Center“ überwacht wird.

Mit Hilfe von hochauflösenden Video- und Infrarotkameras haben die Lotsen im Tower Leipzig zu jeder Zeit einen Überblick über den Verkehr in der Luft sowie auf dem Boden.

Der Kameraverbund liefert permanent einen 360-Grad-Blick des Flughafens, bei bedarf können einzelne Ausschnitte herangezoomt werden und auf einer Monitorreihe wird ein Panoramabild des Flughafens dargestellt.

So funktioniert das System

Video: DFS Deutsche Flugsicherung

Durch die Infrarottechnik haben die Fluglotsen eine deutlich bessere Sicht, vor allem bei schlechtem Wetter oder Dunkelheit, heißt es seitens der DFS.

Besonders hervorgehoben wird die Entwicklung des Systems in Zusammenarbeit mit Fluglotsen, um auf spezielle Bedürfnisse der Lotsen eingehen zu können.

So erkennen die Kameras z.B. Bewegungen am Boden oder in der Luft, sodass sich mit dem Objekt bewegen, um immer die perfekte Sicht für den Lotsen zu gewährleisten.

Das System in Bildern

Um höchstmögliche Sicherheit zu gewährleisten, sind alle Systeme redundant ausgelegt, die Kameras beheizt und verfügen über eine automatische Reinigungsfunktion.

Prof. Klaus-Dieter Scheurle, Vorsitzender der DFS-Geschäftsführung sagt über das neue System:

„Unser Remote-Tower-Control-System steht für Innovation und ist ein Beispiel für den Einsatz neuer digitaler Technologien im Bereich Luftverkehr. Damit verbessern wir unsere Effizienz und erfüllen unverändert die hohen DFS-Sicherheitsanforderungen.“

Auch wenn die Kontrolle des Flugverkehrs in Saarbrücken nach Leipzig verlagert worden ist, bleibt der Tower zunächst weiter betriebsbereit. Nach dem Abschluss einer vierwöchigen Einführungsphase wird die DFS mit ihrem Remote-Tower-Control-System in den Regelbetrieb übergehen.

Zehn Saarbrücker Fluglotsen sind in das „Remote Tower Control Center“ nach Leipzig gewechselt. In den nächsten Jahren will die DFS auch die Kontrolle der Flughäfen Erfurt und Dresden nach Leipzig verlagern.

Bildquellen:

  • Kameras in Saarbrücken: DFS Deutsche Flugsicherung GmbH
  • Kameras in Saarbrücken: DFS Deutsche Flugsicherung GmbH
  • Kameras in Saarbrücken: DFS Deutsche Flugsicherung GmbH
  • Remote Control Tower in Leipzig: DFS Deutsche Flugsicherung GmbH
  • Remote Control Tower in Leipzig: DFS Deutsche Flugsicherung GmbH
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Regio-Journal

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