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Dietmar Hopp | Bild: Sven Mandel
Dietmar Hopp | Bild: Sven Mandel, CC-BY-SA 4.0

Hopp legte offenbar Veto ein: Verkauf vom möglichen Corona-Impfstoff-Konzern vom Tisch

Gestern machte der US-Präsident mit einem unmoralischen Angebot auf sich aufmerksam: Er wollte das deutsche Unternehmen CureVac in die USA lotsen und so einen möglichen Impfstoff ausschließlich für die USA produzieren lassen. Dieser Vorstoß scheiterte offenbar an einer Person: Dietmar Hopp.
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Gestern machte der US-Präsident mit einem unmoralischen Angebot auf sich aufmerksam: Er wollte das deutsche Unternehmen CureVac in die USA lotsen und so einen möglichen Impfstoff ausschließlich für die USA produzieren lassen. Dieser Vorstoß scheiterte offenbar an einer Person: Dietmar Hopp.

Der SAP-Gründer und Milliardär Dietmar Hopp ist in den letzten Wochen durch massive Anfeindungen der Fußballwelt wieder in die Medien gerückt. Eine Welle der Solidarität schlug ihm anschließend entgegen. In diesem Zeitrahmen wurde auch auf Verdienste von Hopp im Bereich der Medizin verwiesen.

Jetzt macht Hopp erneut Schlagzeilen. Worum geht’s?

Hopp ist Haupteigner der Tübinger Firma CureVac. Er hält mit seiner „dievini Hopp Biotech Holding“ 80 Prozent der Anteile des Unternehmens, dass sich auf die Erforschung und Entwicklung von Arzneimitteln spezialisiert hat.

Donald Trump versuchte, dies ist nun bekannt, mit viel Geld das Unternehmen in die USA zu locken. Unbestätigten Medienberichten zu Folge hätte Trump eine Milliarde Euro geboten, um das Unternehmen aus Tübingen in die USA zu holen und dann einen – derzeit noch nicht vorhandenen – Impfstoff exklusiv und ausschließlich für die USA zu produzieren.

 Gegen diesen Vorstoß stellte sich jetzt die Person, die in deutschen Fußballstadien auf Bannern im Fadenkreuz gezeigt wird, als „Hu****sohn“ beschimpft wird und den „traditionsbewusste Fußballfans“ als „Teufel“ inszenieren versuchen: Dietmar Hopp.

Hopp sagte: „Wenn es uns hoffentlich bald gelingt, einen wirksamen Impfstoff gegen das Corona-Virus zu entwickeln, soll dieser Menschen nicht nur regional sondern solidarisch auf der ganzen Welt erreichen, schützen und helfen können. Dem Ziel, alle Menschen vor Infektionen zu schützen und Patienten weltweit besser therapieren und im besten Fall heilen zu können, bin ich ebenso verpflichtet, wie meiner Absicht, nachhaltige innovative Infrastruktur und Arbeitsplätze in Deutschland zu schaffen“, teilte Hopp mit.

Der Verkauf des Unternehmens in die USA ist damit vom Tisch – vereitelt durch einen Mann, den Fußballfans als „Hassobjekt“ nutzen.

Kanzleramtschef Helge Braun sagte abschließend: „Wir haben auch deutlich gemacht: Wenn in Deutschland ein Impfstoff entwickelt wird, dann ist der für Deutschland und die Welt. Das hat auch das Unternehmen so überzeugt, dass sie bleiben werden.“

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