Menü

Ähnliche Beiträge

Tags

Bildquellen

  • Wappen Friedrichsthal Saar: This image is taken from www.ngw.nl – Heraldry of the World – an international civic heraldry site by Ralf Hartemink.
  • Patent Wentzelche Glashütte: Nachlass Ruth Wentzel
  • Vereinigte Vopeliussche und Wentzelche Glashütten GmbH: Stadtarchiv St. Ingbert
  • Eine Glashütte in Friedrichsthal: Nachlass Ruth Wentzel
Werbung

Historie zu den Friedrichsthaler Glashütten

Die Stadt Friedrichsthal hat eine lange Glashistorie. Zwischen 1723 und 1926 sind mehr als 20 Glashütten mit Standort Friedrichsthal nachgewiesen. Fast 200 Jahre lang bestimmten wenige Familienunternehmen die Geschicke. Hier sind die Familien Wentzel, Reppert, Schmidtborn und Hahne zu nennen.
Eine Glashütte in Friedrichsthal
Eine Glashütte in Friedrichsthal | Nachlass Ruth Wentzel

Die Stadt Friedrichsthal besitzt eine lange Glashistorie. Zwischen 1723 und 1926 sind mehr als 20 Glashütten am Standort Friedrichsthal nachgewiesen. Fast 200 Jahre lang bestimmten wenige Familienunternehmen die Geschicke. Hier sind die Familien Wentzel, Reppert, Schmidtborn und Hahne zu nennen.

Einer der wichtigsten Gründe für das Ansiedeln von Glashütten in Friedrichsthal war die Verfügbarkeit von Steinkohlegruben, ab den 1850er Jahren auch die Nähe zur Eisenbahn.

Hauptsächlich wurden in Friedrichsthal Flach- oder Tafelglas sowie Flaschenglas hergestellt. Die erste Holzglashütte würde im Jahr 1723 von den hessischen Glasmachern Eberhard und Wentzel gebaut. Hierzu wurde die Erlaubnis des Grafen Friedrich Ludwig von Nassau-Saarbrücken eingeholt. Sie kann als Ursprung des späteren Industriestandorts Friedrichsthal angesehen werden. Aus diesem Grund ist auch heute noch im Wappen der Stadt die Glasmacherpfeife sowie die Grubenlampe zu sehen.

Das produzierte Flachglas kam häufig in holländischen Gewächshäusern zur Verwendung, da die Qualität besser und die Verkehrsanbindung günstiger war als bei Konkurrenten. Weitere Glashütten entstanden bis in die 1850er Jahre.

Die „kleine Weißglashütte“ produzierte schließlich bis 1904. Die neuen elf Glashütten, die zwischen 1853 und 1890 entstanden, waren aufgrund des technischen Fortschritts bereits Großbetriebe in der Nähe des Bahnhofs. Die Rede ist von den Unternehmen L. Reppert Sohn, H. Wentzel Sohn, Schmidtborn-Hahne und H.L.Wentzel (Heinrich Ludwig Wentzel). Zu dieser Zeit arbeiteten in Friedrichsthal rund 500 Glasmacher und es wurden rund zwei Millionen m² Tafelglas und 250.000 Zentner Flaschen und Säureballons hergestellt.

Vereinigte Vopeliussche und Wentzelche Glashütten GmbH
Die Vereinigte Vopeliussche und Wentzelche Glashütten GmbH in St. Ingbert | Stadtarchiv St. Ingbert

1911 haben die wichtigsten Glasmacherunternehmen (Vopelius und Wentzel) fusioniert. Es entstand 1914 die „Vereinigten Vopeliusschen und Wentzelschen Glashütten GmbH“ in St. Ingbert, die in der Folge bis in die 1970er Jahre produzierte. Noch vor dem 1. Weltkrieg wurden die Betriebe in Friedrichsthal und Sulzbach geschlossen. Lediglich eine Flaschenglashütte produzierte noch bis 1926.

Werbung