Das Gasometer in Neunkirchen
Das Gasometer in Neunkirchen | Bild: By Pahu - Own work, CC BY-SA 3.0

Heute wird das Neunkircher Gasometer gesprengt *LIVESTREAM

Bereits heute wird das Neunkircher Gasometer witterungsbedingt gesprengt. Ursprünglich war der Termin für Sonntag angesetzt.

Das Neunkircher Wahrzeichen muss weichen. Dort entsteht der neue Globus-Markt (wir berichteten).

Aufgrund der geschwächten Metallhülle und zunehmender Gewitterneigung mit Starkregen, Hagel und Windböen bis 75 Stundenkilometern könnte die Standsicherheit gefährdet sein, teilt die Stadt Neunkirchen mit.

Aus diesem Grund wird die Sprengung bereits heute, zwischen 16 Uhr und 16:15 Uhr durchgeführt.

Zuschauer? Livestream!

Die Stadt Neunkirchen bittet, die Sprengung nicht aus direkter Nähe ansehen zu wollen. Sie bezieht sich auf die geltenden Corona-Bedingungen. Es werden keine Zuschauerflächen zur Verfügung stehen, das Gebiet sei im Umrkeis von mehreren hundert Metern abgesperrt, auch die Königsbahnstraße, die Saarbrücker Straße und der Mündungsbereich der Bildstocker Straße werden während der Sprengung gesperrt.

Die Stadt Neunkirchen bietet einen Livestream an:

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Neunkirchens Oberbürgermeister sagt: „Der Scheibengasbehälter der Saarstahl AG, 70 Meter hoch, blau und imposant mit dem Schriftzug „Neunkircher Stahl“. Heute nachmittag wird er gesprengt werden. Die Skyline unserer Stadt wird danach eine andere sein.“

Aumann verweist in seinen Äußerungen auf Facebook auf die lebhafte, teils harte Diskussion der vergangenen Monate und fasst zusammen: „Für mich entscheidend: Saarstahl braucht das Gebäude nicht mehr (die Gasversorgung wird in Zukunft auf dem Werksgelände sicherer, schneller und umweltschonender bereitgestellt), Globus braucht den Platz, die Stadt braucht Zukunft und Arbeitsplätze„.

Abschließend sieht der Oberbürgermeister die Erhaltung der stadteigenen Geschichte für gegeben: „Die Reminiszenz an unsere Identität als Hüttenstadt, die fortbesteht, haben wir mit dem alten Hüttenareal, der Neuen Gebläsehalle, dem Stummdenkmal und vielen anderen „Verneigungen“ vor unserer Geschichte hinreichend gewürdigt. Ein zusätzliches Denkmal wäre auf Jahre hinaus zu teuer, ein Nachnutzungskonzept selbst mit Hilfen von Bund und Land eine dauerhafte, zu schwere Bürde – die Stadt müsste Grundstück und Gasometer erwerben, sichern und instandhalten„.

Bildquellen:

  • Gasometer Neunkirchen: By Pahu - Own work, CC BY-SA 3.0