Ein typischer Schornstein

Heizen, aber richtig, um Glanzrußbildung zu verhindern

Wenn Sie mit Festbrennstoffen, vornehmlich mit Holz heizen, besteht die Gefahr, dass sich im Kamin Glanzruß bildet. Dieser kann zu Schornsteinbränden führen. Glanzruß bildet sich durch unvollständige Verbrennung hauptsächlich von Holz.

Die Bestandteile von Glanzruß sind Holzgase, Wasserkondensat und verschiedene Schwebestoffe. Diese lagern sich als glänzende, harte Masse im Kamin oder auch der Heizungsanlage ab und können sich entzünden. Schornsteinbrände mit Temperaturn bis zu 1500°C sind die Folge. Ausserdem kann das Feuer leicht auf das Gebäude übergreifen und nicht unerhebliche Schäden bis hin zur totalen Zerstörung ihres Eigentums führen.
Glanzruß entsteht durch die unvollständige Verbrennung des Festbrennstoffes.

  1. Der Restfeuchtigkeitsgehalt des Holzes ist zu hoch >20 %. Ist das Holz zu feucht, entzieht das Wasser dem Feuer die Hitze. Kühle Abgase steigen im Kamin auf, kondensieren dort und lagern sich an den Kaminwänden ab. Heizt man nun wieder an oder legt man Brennstoff nach, sind die aufsteigenden Dämpfe heiss und brennen die Ablagerungen in die Kaminwände. Der erste Glanzruß ist entstanden.
  2. Die Luftzufuhr zum Brennraum wird gedrosselt, dadurch weniger Sauerstoff zugeführt und damit die Verbrennung verlangsamt. Das Feuer schwelt nur mit starken Rauch- und geringer Hitzebildung. Auch hier kondensieren die Gase im Kamin und lagern sich an den Wänden ab.

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Wie vermeiden wir Glanzrußbildung?

  1. Verwenden sie nur abgelagertes Holz mit einem Restfeuchtegehalt unter 20%. Mindestens zwei Jahre sollte Holz abgelagert werden – mit Ausnahme von kammergetrocknetem Holz- um die Restfeuchte zu verringern..
  2. Häufig werden nach dem Anheizen große Holzscheite in den Brennraum gelegt und die Luftzufuhr gedrosselt, damit sie möglichst lange vorhalten. Auch hierbei entstehen wieder kühle Dämpfe, die im Kamin kondensieren und beim Wiederentfachen des Feuers und damit höheren Temperaturen, die Ablagerungen in die Kaminwände einbrennen.Holz benötigt zum Verbrennen immer genügend Sauerstoff. Deshalb muss die Sauerstoffklappe soweit wie möglich geöffnet sein, damit eine hohe Temperatur und damit eine gute Verbrennung gewährleistet ist.
  3. Der Schornstein ist falsch dimensioniert. Ist er zu lang, muss eine gute Isolierung vorhanden sein, damit die Rauchgase auf dem Weg nach oben nicht abkühlen, kondensieren und es so wieder zu Ablagerungen kommen kann. Oder der Durchmesser des Kamins ist zu groß. Dadurch können sich die Kaminwände nicht schnell genug erwärmen, die Abgase kühlen ab, kondensieren und lagern sich ab. Ist der Kamindurchmesser zu klein, wird der Rauchabzug gebremst, Rußablagerungen dadurch begünstigt.

Sie sehen also, dass viele unterschiedliche Faktoren zur Bildung von Glanzruß beitragen können. Einen Großteil können Sie mit dem entsprechenden Wissen selbst vermeiden.

Auf jeden Fall können sie immer Ihren kompetenten Kaminkehrer fragen. Er wird Ihnen die notwendigen Maßnahmen zur Vermeidung von Glanzrußbildung erklären.

Vor Inbetriebnahme einer neuen Feuerstätte bitte immer einen Schornsteinfeger kontaktieren und einen Feuerstättenbescheid ausstellen lassen.

Sollte sich schon Glanzruß gebildet haben, ist auch der Kaminkehrer der rechte Ansprechpartner.

Mit geeignetem Werkzeug kann er diesen entfernen oder auch kontrolliert abbrennen.

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