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Grünen-Chef Habeck für Staatsbeteiligung an Konzernen wie Lufthansa

Grünen-Chef Robert Habeck spricht sich für einen zeitweisen Einstieg des Staates bei systemrelevanten Konzernen wie der Lufthansa aus, die wegen der Corona-Folgen in eine existentielle Krise geraten könnten.
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„Im Notfall ist ein vorübergehender Einstieg des Staates bei Unternehmen, die Systemrelevanz haben, die Daseinsvorsorge und kritische Infrastrukturen absichern, richtig. Auf diese Weise wird es für die Steuerzahler nach der Krise sogar günstiger, als wenn Fluggesellschaften in die Knie gehen und tausende Mitarbeiter arbeitslos werden“, sagte Habeck den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagausgaben).

Andernfalls wären die Folgekosten bei einer späteren Insolvenz für die Allgemeinheit viel höher. „Wenn es gut läuft, kann der Staat die erworbenen Beteiligungen in ein paar Jahren wieder abstoßen“, betonte Habeck. In der Finanzkrise 2008/09 war der Bund mit 25 Prozent plus einer Aktie bei der Commerzbank eingestiegen. Außerdem war seinerzeit unter anderem die Immobilienbank HRE verstaatlicht worden. Die Lufthansa zieht bei einer weiteren Verschärfung der Corona-Krise staatliche Hilfen in Betracht. Die Bundesregierung bietet der Wirtschaft seit Freitag Kreditbürgschaften in unbegrenzter Höhe an.

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