Werbung
Toyota Red Deal

Gigaset GS280 – Ein Smartphone aus Deutschland

Gigaset hat bereits mit dem GS185 ein Mobiltelefon in Deutschland produziert. Mit dem GS280 folgt nun das 2. Modell aus Bocholt – mit mehr Performance und elegantem Design. Wir haben uns das Gerät näher angeschaut und stellen es Ihnen nun vor.

Die technischen Daten des Geräts lesen sich ganz gut: 5,7“ Display mit Full-HD plus Qualität und 18:9 Bildformat, Face-ID zur Entsperrung durch anschauen, Snapdragon 430-Prozessor, 5000mAh Akku, 3GB Arbeitsspeicher und 32GB interner Speicher – für den Standard-Anwender durchaus attraktiv. Der Verkaufspreis für ca. 250 Euro und das Prädikat „Made in Germany“ lassen ebenfalls aufhorchen.

Stammen aktuelle Top-Smartphones allesamt aus asiatischen Ländern, wird das Gigaset GS280 im Stammwerk im nordrhein-westfälischen Bocholt produziert. Über die Produktion in Deutschland können Sie in unserem weiteren Artikel zum Thema gerne nachlesen.

Ansprechen möchte der Hersteller vor allem streamingbegeisterte Nutzer, denn er hat erkannt, dass die zur Verfügung stehenden Mediatheken kostenloser oder auch kostenpflichtiger Dienste immer beliebter werden.

„Das Mediennutzungsverhalten wandelt sich permanent. Smartphones als ständiger Begleiter sind Informations- und Unterhaltungsquelle zugleich. Die Menschen versorgen sich mit den neuesten Nachrichten, hören Musik oder sehen Videos. Die Medienhäuser haben sich darauf eingestellt und mobile Angebote geschaffen. Und wir als Anbieter innovativer Kommunikationslösungen haben für diesen Zweck die passende Hardware. Unser GS280 ist das Kino für die Jackentasche.“

Andreas Merker, Leiter Smartphones bei Gigaset

Das GS280 punktet daher mit einem zeitgemäßen Display mit hoher Helligkeit (450cd/m²) sowie einer hohen Schärfe (2160×1080 Pixel, 427 ppi) und einem leistungsstarken 5000mAh-Akku. In unserem ersten Hands-On konnten wir eine lange Akku-Laufzeit bestätigen: Bei normaler Nutzung, also telefonieren, W-Lan, Internet & Social Media sowie ein paar Fotos schießen, reicht die Akku-Leistung für gute zwei Tage.

Bei intensiver Videostream-Nutzung kommt man entspannt auf 10 Stunden Dauernutzung. Geladen ist der Akku in ca. 2,5 Stunden.

Das 18:9-Display mit 5,7 Zoll Größe macht auch beim lesen Spaß: Gute Weiß-Darstellung sorgen für gute Lesbarkeit, auch lange Texte werden gut dargestellt.

Generell fühlt sich das GS280 hervorragend an: Die Verarbeitungsqualität ist hoch, die Rückseite fühlt sich edel an und die Farben (in unserem Fall ein ganz dunkles braun) sind mal etwas anderes. Bei der Verarbeitung stimmt das Prädikat „Made in Germany“.

„Wir bauen das GS280 in unserem Werk in Bocholt. Damit sind wir das einzige Unternehmen, das in Europa Smartphones herstellt. Wir haben unsere Fertigungslinie erweitert. Die Kolleginnen und Kollegen arbeiten Hand in Hand mit hochmodernen Robotern – das senkt die Fehler- und Ausschussquote“

Andreas Merker, Leiter Smartphones bei Gigaset

Multimedia & Kamera

Gleich zwei Minuspunkte fallen uns jedoch auf: Der Klang aus dem (Mono)Lautsprecher ist dürftig und nicht mehr zeitgemäß. Verglichen mit den aktuellen Top-Modellen (Pixel 2 als Vergleich) ist der Klang blechern und flach. Das es Gigaset besser kann zeigte der Hersteller beim GS180: Klarer Sound, ausgewogen und absolut akzeptabel. Dieses Audio-Modul hätte hier verbaut gehört.

Ein ähnliches Problem zeigt sich bei der Kamera: Der 16MP-Sensor mit f2.0 Blende, Phasen-Autofokus und Blitz) hat Probleme bei der Scharfstellung, insbesondere bei Nahaufnahmen und im schwächeren Lichtsituationen trifft der Fokus nicht. Im normalen Fotomodus bei genügend Lichteinfall und getroffener Scharfstellung hingegen sind die Bilder für die Preisklasse „um 250 Euro“ absolut ok. Besonderheiten wie der „Ubi-Focus“, mit dem nachträglich die Schärfeposition verändert werden kann, funktionieren gut. Weitere Funktionen wie „Nachtmodus“, „HDR“ , „Opti-Zoom“ oder „Gegenlicht“ machen die Bilder meist nicht besser. Hier empfehlen wir definitiv den Standard-Modus.

Die 13MP-Frontkamera funktioniert im Standard-Modus ganz ok, Portrait und alle „Sonderfunktionen“ sind nicht ausgereift.

Offenbar ist die verbaute Technik ganz ordentlich, die Software verhindert jedoch bessere Ergebnisse. Hier sollte Gigaset unbedingt nachbessern, denn auch beim GS180 und GS370+ war die Software eher das Problem, als das Kameramodul.

Pures Android – leider 8.1

Positiv zu erwähnen ist die Nutzung von Stock-Android – leider in der Version 8.1 mit Sicherheitspatch November 2018. Wie es richtig geht, zeigt wieder einmal Google: Android 9 mit Sicherheitspatch April 2019 läuft auf unserem Pixel 2.

Auch hier ist die Software wieder einmal der Punkt, der hinter dem Gerät herhinkt.

Die Testwerte bei Benchmarks zeigen, dass die Hardware für Gamer mit hohen Ansprüchen nicht geeignet ist – hierauf zielt das GS280 jedoch nicht ab.

Ein Vorab-Fazit

Das GS280 muss sich nun im Langzeittest bewähren. Hoffen muss man auf ein Software-Update auf Android 9 und einigen Patches für die Kamera. Dann bekommt man mit dem GS280 ein gutes Allround-Telefon für unter 250 Euro mit riesigem Akku, gutem Display und einer Kamera, die halbwegs gute Fotos macht. Und dank der OTG-Funktion kann man auch andere Geräte mit einem Adapter aufladen – dann wird das Smartphone zur Powerbank.

Und: Gigaset produziert seine Geräte in Deutschland. Einen Vorteil, den kein anderer Smartphone-Hersteller vorzeigen kann.

Ähnliche Artikel

Bildquellen