Gender Pay Gap: Frauen verdienen rund 18% weniger pro Stunde als Männer

Wie das Statistische Landesamt Saarland mitteilt, lag im Jahr 2022 der unbereinigte Gender Pay Gap, der Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern, im Saarland bei 18 Prozent.

Medieninfo vom:
PressRelease vom
31.01.2023
| Statistisches Landesamt
| Statistik, Statistik Erwerbstätigkeit und Arbeitsmarkt, Statistik Verdienste und Arbeitskosten

Gender Pay Gap: Frauen verdienen rund 18% weniger pro Stunde als Männer

Wie das Statistische Landesamt Saarland mitteilt, lag im Jahr 2022 der unbereinigte Gender Pay Gap, der Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern, im Saarland bei 18 Prozent.

Frauen erhielten mit durchschnittlich 18,76 Euro einen um 4,24 Euro geringeren Bruttostundenverdienst als Männer (23,00 Euro). Der um die strukturellen Unterschiede zwischen den Geschlechtergruppen bereinigte Gender Pay Gap lag bei 6 Prozent.

Im vergangenen Jahr verdienten Frauen Saarland durchschnittlich 18,76 Euro pro Stunde (ohne Sonderzahlungen). Männer dagegen erzielten einen Bruttostundenverdienst von 23,00 Euro. Der Bruttostundenverdienst der Frauen war damit um 4,24 Euro niedriger als der Verdienst von Männern. Bei diesem Ergebnis handelt es sich um den sogenannten unbereinigten Gender Pay Gap. Dieser Indikator ist definiert als Differenz zwischen den durchschnittlichen Bruttostundenverdiensten männlicher und weiblicher Beschäftigter im Verhältnis zum durchschnittlichen Bruttostundenverdienst männlicher Beschäftigter. Er berücksichtigt nicht die strukturellen Unterschiede zwischen den Geschlechtern wie zum Beispiel die Wahl der Berufe und der Branchen, in der sie tätig sind, sowie die jeweilige Erwerbsbiografie.

Für Deutschland lag der unbereinigte Gender Pay Gap im Jahr 2022 bei 18 Prozent. Im Durchschnitt der westdeutschen Bundesländer wurde ein geschlechtsspezifischer Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern von 19 Prozent berechnet. Deutlich niedriger fällt dagegen der Gender Pay Gap in den ostdeutschen Bundesländern aus (sieben Prozent).

Neue Datenquelle und Erhebungsmethodik

Für das Berichtsjahr 2022 wurden der Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern erstmals anhand der neuen Verdiensterhebung berechnet. Die Ergebnisse sind aufgrund unterschiedlicher Datenquellen und Erhebungsmethoden bei den Berechnungen nur eingeschränkt mit den Vorjahren vergleichbar. Bis zum Berichtsjahr 2021 wurden Ergebnisse basierend auf der Verdienststrukturerhebung (VSE) berechnet. Diese alle vier Jahre erfolgte Erhebung fand zuletzt für das Berichtsjahr 2018 statt. Der unbereinigte Gender Pay Gap wurde bis 2021 für die Jahre, in denen keine Verdienststrukturerhebung erfolgte, durch Fortschreibungen auf Basis der Vierteljährlichen Verdiensterhebung (VVE) ermittelt.

Ab dem Berichtsjahr 2022 wurden die VSE und VVE durch die neue monatliche Verdiensterhebung abgelöst. Hierzu werden im Saarland rund 1.700 Betriebe befragt.

Pressemitteilung inkl. Tabelle

Gender Pay Gap: Frauen verdienen rund 18% weniger pro Stunde als Männer

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