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Wäschekörbe
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Friedrichsthal: Falsche Panikmache in sozialen Medien: „Wäschekörbe von der Katzenmafia“

Heute wurden uns in Facebook-Gruppen aber auch per WhatsApp-Nachricht von in Friedrichsthal verteilten Wäschekörben der Katzenmafia berichtet. Wir möchten an dieser Stelle vor unnötiger Panikmache warnen: Es soll sich hierbei um eine Fake-Meldung handeln.

Worum geht es?

In den Facebook-Gruppen wird vor Tierdiebstahl gewarnt: Als Altkleidersammler getarnte Diebe verteilen angeblich bunte Wäschekörbe um Hunde und Katzen zu fangen, aber auch auf lohnenswerte Einbruchsobjekte hinzuweisen.

Eine ähnliche Nachricht erreichte uns per WhatsApp-Messenger: Darin heisst es, dass die Warnungen echt wären, polizeilich bestätigt, Späher durch die Straßen gezogen wären und so weiter.

Hier die gesamte Story auf Mimikama.at nachlesen.

Später wurde dann eher vor potenziellen Einbrechern oder Dieben gewarnt.

Was ist dran?

Polizei HannoverNach unseren Recherchen ist an der Sache nichts dran. Tatsächlich soll es sich um einen sogenannten „Hoax“, also eine Spaß-eMail handeln, die bereits aus dem Jahr 2009 stammt.

2013 gab die Polizeidirektion Hannover den Hinweis, dass in diesem Zusammenhang keine Informationen vorliegen und es sich um ebenbesagte „Spaß“-Mail handelt.

Unser Rat:

Grundsätzlich ist Vorsicht besser als Nachsicht. Doch Panikmache ist in solchen Fällen nicht angesagt. Da sich dieses Thema jetzt jedoch auch auf WhatsApp ausbreitet, wollten wir darüber aufklären, dass diese Wäschekörbe flächendeckend in Friedrichsthal und Bildstock anzufinden sind.

Wer Altkleider abgeben möchte, kann jedoch gerne an die bekannten Container in Friedrichsthal anliefern.

Update: 04.07.2018

Wir haben mit der Stadt Friedrichsthal Kontakt aufgenommen um den Sachverhalt zu klären.

Wie auf dem links zu sehenden Bild dargelegt, handelt es sich um eine kommerzielle Schuh und Altkleidersammlung. Die Körbe sind Eigentum der Firma Kazonowksi aus Homburg Jägersburg. Diese stellen auch große Altkleidercontainer auf öffentlichen Plätzen auf. Die Körbe wurden in großen Teilen von Friedrichsthal verteilt.

Wie uns bestätigt wurde, sind kommerzielle Sammlungen in dieser Art zulässig, wenn sie beim Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz angemeldet sind.

Update: 09.07.2018

Wie uns heute von der Friedrichsthaler Stadtverwaltung mitgeteilt wurde, wurde die kommerzielle Kleidersammlung der Fa. Kazanowski korrekt beim Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz, Fachbereich Kreislaufwirtschaft angezeigt. Gegen die Kleidersammlung besteht aus diesem Grund keine Bedenken.

Bildquellen: