Erich Honecker (1976), Bild aus dem Bundesarchiv | Bild: Bundesarchiv

Erich Honeckers Grab in Neunkirchen? OB Fried: „Empfangen ihn nicht unbedingt mit offenen Armen“

Auch nach seinem Tod sorgt Erich Honecker für Wirbel. Nachdem der Enkel Honeckers gerade ein Buch veröffentlicht hat, in dem geschrieben wird, dass Honecker und seine Frau nicht in Chile begraben seien, kommt nun auch seine Geburtsstadt Neunkirchen ins Gespräch.

Denn Autor des Buchs, Honecker-Enkel Roberto Yánez, behauptet, dass Erich Honecker in „Deutschland seine letzte Ruhe finden“ wolle, „am liebsten in seinem saarländischen Geburtsort Neunkirchen“. Die Süddeutsche Zeitung führte mit Neunkirchens Oberbürgermeister ein Interview, in dem sich Fried selbst als „relativ emotionslos“ bezeichnet.

Gleich in der zweiten Frage fällt jedoch der bemerkenswerte Satz, Zitat:

„Aber es ist nicht so, sage ich mal, dass wir ihn hier unbedingt mit offenen Armen bestatten möchten.“

Doch gleichzeitig weist Fried darauf hin, dass, sofern ein Antrag auf Beerdigung gestellt werden würde, keine Ablehnungsmöglichkeit bestehe, da Honecker in Neunkirchen geboren wurde.

Der Redakteur der „Süddeutsche Zeitung“, versuchte im Interview mehrfach, touristische Aspekte als „Pluspunkt“ für eine Bestattung in Neunkirchen anzuführen, auf die sich Fried nicht einlassen wollte. Vielmehr hielt er auch Negativaspekte wie Vandalismus entgegen. Fried verwies im Interview auf seine neutrale Haltung in der Sache.

Selbst auf die Aussage des Redakteurs, „für einen Friedhof gibt es doch nichts Größeres als berühmte Tote“ wusste Fried eine passende Antwort: Dies treffe für den Friedhof „Pére Lachaise“ in Frankreich zu, Neunkirchen selbst hätte nicht so viele berühmte Leute, außer Günter Rohrbach und Stefan Kuntz. Und fügte an: Beide sind Gott sei Dank noch lebendig!

Ob Honecker jedoch jemals in Neunkirchen bestattet wird, ist offen. Denn “Der Spiegel” schreibt, dass die Honecker-Tochter Sonja gegen eine Bestattung in Deutschland sei, vielmehr möchte sie die Asche dem Pazifik übergeben.

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