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CSU-Finanzexperte erwartet Spirale von Strafzinsen

CSU-Finanzpolitiker Hans Michelbach rechnet mit einem weiteren Anwachsen der Welle von Strafzinsen in der deutschen Bankenlandschaft.

CSU-Finanzpolitiker Hans Michelbach rechnet mit einem weiteren Anwachsen der Welle von Strafzinsen in der deutschen Bankenlandschaft. „Die Spirale wird sich weiter drehen“, sagt er der „Passauer Neuen Presse“ (Samstagsausgabe).

Noch mehr Banken dürften auf diesen Zug aufspringen. Zudem erwartet er, dass bald auch auf Einlagen unterhalb der Marke von 100.000 Euro verstärkt Strafzinsen verlangt werden. „Das ist eine fatale Entwicklung“, die schwere gesellschaftspolitische Gefahren birge, warnt er. „Dadurch leidet das Vertrauen der Menschen in die Soziale Marktwirtschaft. Die Leute sagen, es kann doch nicht sein, dass ich auf mein sauer verdientes Geld bei der Bank auch noch selbst Zinsen zahlen muss.“ Michelbach plädiert dafür, von Seiten des Staates einen Innovationsfonds mit einem Garantiezins von zwei Prozent aufzulegen, um Sparern eine sichere Anlagealternative zu bieten. Kritik übt er indes an Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD). Dieser versuche, den Kauf von Aktien durch die Bürger „mit der geplanten neuen Aktiensteuer, der sogenannten Finanztransaktionssteuer, zu erschweren.“ Das hält Michelbach für „total undurchdacht“, wie er sagt. „Denn hier will Scholz bei denen abkassieren, die privat vorsorgen, was wir ja politisch fordern.“

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