China kappt weitere Verbindungen nach Wuhan – Peking sagt Feiern ab

Chinesin, über dts
Chinesin, über dts
Nach dem Ausbruch des neuen Coronavirus 2019-nCoV ergreift China drastische Maßnahmen, um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden.

Nach dem Ausbruch des neuen Coronavirus 2019-nCoV ergreift China drastische Maßnahmen, um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden. Chinas Verkehrsbehörde ordnete am Donnerstag an, auch den Personenverkehr auf der Straße und auf dem Wasserweg in die 11-Millionen-Einwohner-Metropole Wuhan einzustellen.

Für Fahrzeuge, die die Stadt trotzdem verlassen, gelten strenge Vorschriften. So dürfen keine Passagiere mitgenommen werden, bei Fahrern wird die Körpertemperatur gemessen. Die Hauptstadt Peking sagte unterdessen die großangelegten Feiern zum chinesischen Neujahrsfest ganz ab. Die sollten eigentlich am 25. Januar stattfinden. Traditionell machen sich dabei jedes Jahr Hunderte Millionen Chinesen auf die Reise, um ihre Familien zu besuchen. In China waren bis Ende Mittwoch bereits 17 Menschen an dem neuen Virus gestorben, mittlerweile sind 571 Erkrankungen in 25 Regionen bestätigt. Auch in anderen Ländern wächst die Sorge vor einer weiteren Verbreitung. So werden nun auch in Dubai alle Passagiere aus China auf Auffälligkeiten untersucht, am Flughafen Rom-Fiumicino gab es am Donnerstag eine Kontrolle für 202 Passagiere eines Direktfluges aus Wuhan. Vorher hatten schon Flughäfen in Singapur, Hongkong, Thailand, Südkorea, Malaysia, und in den Philippinen Sicherheitsvorkehrungen getroffen, und auch an den drei großen US-Flughäfen San Francisco International Airport (SFO), Los Angeles International Airport (LAX) und John F. Kennedy International Airport in New York (JFK) gibt es Kontrollen. Die Ereignisse erinnern an die Sars-Pandemie in 2002 und 2003. Auch damals breitete sich das Virus von China ausgehend weltweit aus, über 8.000 Menschen erkrankten an der Lungenseuche, fast 800 starben. Auch in Deutschland gab es damals neun Infektionen, aber keine Todesfälle.