Auch in hohem Alter kreativ – Spätwerke Kunstausstellung

Am 01. Februar 2019 fand im ehrwürdigen Salzbrunnenhaus in Sulzbach die Vernissage zur Kunstausstellung „Spätwerke“ statt. Die Neunköpfige Kunstgruppe des AWO Seniorenzentrum Sulzbach zeigte eindrucksvoll, dass auch in hohem Alter noch Kreativität und Fingerfertigkeit vorhanden ist.

Zirka 30 Bilder zieren die Wände des Salzbrunnenhauses. Alle Sitzplätze sind belegt und die Gäste unterhalten sich angeregt über die Kunstwerke der Senioren.

Die neun Seniorinnen und Senioren fertigten die Bilder im wöchentlich stattfindenden Malkurs unter Leitung der Alltagsbegleiterin Martina Britz an.

Doch es geht um viel mehr, als ausschließlich Freizeitbeschäftigung der Senioren, wie Michael Adam, Bürgermeister der Stadt Sulzbach aufzeigt:

„Mir ist es ein Anliegen, etwas für die reifere Generation in Sulzbach zu tun“

Michael Adam, Bürgermeister Stadt Sulzbach

Für den Bürgermeister geht es darum, die Stadt für die ältere Generation attraktiver zu machen und die Seniorinnen und Senioren aktiv in das Stadtleben zu integrieren. Man passt das Stadtbild an die Bedürfnisse der Senioren an. So erwähnte Adam z.B. die drei Ruhebänke, die seit Juni seitens der Stadt für die Bewohner des Seniorenheims aufgebaut wurden. Die Arbeiterwohlfahrt steuerte ein kleines Brünnchen hinzu und verwandelte das Rondell vor dem Gebäude in eine kleine Parkanlage.

Dank dem Ringbus, der seit November durch das Stadtgebiet von Sulzbach unterwegs ist, wurde die Mobilität innerhalb der Stadt gestärkt. Und schließlich ermöglichte man nun, die Kunstwerke der AWO-Senioren der Öffentlichkeit im Salzbrunnenhaus möglich zu machen.

„Diese Ausstellung zeigt nochmal deutlich, wie gut wir zusammen schaffen“

Inge Bradl, Pflegedienstleiterin der AWO Sulzbach

Doch diese Ausstellung zeigt noch mehr, nämlich dass Fingerfertigkeit und Kreativität selbst in hohem Alter noch vorhanden sein und vor allem ausgelebt werden können. So wurde z.B. mit Schnurtechnik Acrylfarbe auf Leinwände aufgetragen. Aufgrund verschiedener Farben und Drehtechniken entstanden florale oder federartige Muster.

Bernhard Wittmann, Geschäftsführer des Tonstudio-Blaufabrik untermalte das gesellige Miteinander am Piano und da die Malgruppe gleichzeitig aus Teilen des AWO-Chores bestand, kam natürlich auch das gemeinsame Singen bei Kaffee und Kuchen nicht zu kurz.

Die Kunstwerke der AWO Malgruppe können noch bis zum 22. Februar im Salzbrunnenhaus besichtigt werden.

Bilder der Veranstaltung

Bildquellen:

Stadtauswahl

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