AfD-Parteitag beendet

Die AfD hat ihren zweitägigen Bundesparteitag in Essen am Sonntagnachmittag beendet. Parteichef Tino Chrupalla betonte zum Abschluss, dass der neue Bundesvorstand "Kontinuität und Verlässlichkeit" verkörpere. Abschließende Wahlen und Beratungen über die Satzung standen im Mittelpunkt der Veranstaltung

Die AfD hat ihren zweitägigen Bundesparteitag in Essen am Sonntagnachmittag nach abschließenden Wahlen und Beratungen über die Satzung beendet.

Kontinuität und ⁤Verlässlichkeit im neuen Bundesvorstand

Parteichef ‌Tino Chrupalla sagte⁣ zum Abschluss,​ dass⁤ man in den neuen⁢ Bundesvorstand „Kontinuität und Verlässlichkeit“ gewählt ​habe. Zudem ging‍ er erneut auf die⁢ Proteste ⁤ein, ‌bei denen es Samstag ‍auch zu Gewalttaten gekommen⁢ war. Den Demonstranten warf ​er in diesem Zusammenhang „Hetze“ vor. Chrupalla rief zudem mit Blick auf ​die Landtagswahlen​ in‍ Sachsen, Thüringen und Brandenburg das Ziel‌ aus, ⁤in⁣ allen drei ⁣Ländern künftig den Ministerpräsidenten ⁤stellen zu⁣ wollen.

Inhaltliche‍ Beschlüsse und vertagte⁤ Entscheidungen

Nach zahlreichen Wahlen für verschiedene Gremien war es am zweiten Tag des Parteitreffens auch​ um inhaltliche Fragen gegangen. So ‌wurde unter anderem eine außenpolitische Resolution beschlossen, wonach Deutschland sich stärker von der US-Außenpolitik ​“emanzipieren“ müsse. Zudem forderte der ⁣Parteitag ein ⁤Ende der ⁢Waffenlieferungen an die ⁢Ukraine und​ stellte fest, dass⁢ die AfD sich als​ „Friedenspartei“ versteht.

Ein mit Spannung ⁣erwarteter Beschluss zur Einführung eines Generalsekretärs ab 2025 wurde dagegen vertagt. Ein entsprechender Antrag ‌zur Satzung wurde mit hauchdünner Mehrheit an den Satzungsausschuss überwiesen. Einige Beobachter hatten die Initiative im Vorfeld als möglichen ‌Angriff auf Chrupalla gewertet.

Proteste und Sicherheitslage

Begleitet wurde der Parteitag auch am Sonntag von Protesten, die allerdings deutlich kleiner ausfielen als am​ Samstag. So kamen etwa ⁤zu einer angekündigten Mahnwache in Sichtweite der Grugahalle deutlich weniger als die⁤ vorher angemeldeten 500 Menschen. Blockaden gab‍ es im Umfeld ‍des Veranstaltungsortes⁣ nicht. Am Vortag war es noch⁤ zu Zusammenstößen zwischen Protestlern und der Polizei gekommen, wobei nach offiziellen Angaben mindestens 28 Polizisten​ verletzt wurden.




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