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Insgesamt neun Millionen Datensätze gestohlen

770.000 deutsche Kunden von Hackerangriff auf Easyjet betroffen

Bei einem großangelegten Hackerangriff auf die Fluggesellschaft Easyjet wurden neun Millionen Kundendaten gestohlen, darunter auch 770.000 Datensätze von deutschen Kunden.

Beim Hackerangriff von einer “hochspezialisierten Quelle” wurden Namen, E-Mail-Adressen und Reisedaten von neun Millionen Kunden abgegriffen, zudem auch Kreditkartendetails von 2.208 Kunden, berichtet das digitale Wirtschaftsmagazin Business Insider unter Berufung auf eine Unternehmenssprecherin. Alle betroffenen Kunden werden bis zum 26. Mai von Easyjet kontaktiert.

Wer bis dahin nichts von der Fluggesellschaft gehört habe, sei auch nicht betroffen, heißt es. “Wir benachrichtigen unsere Kunden und raten ihnen, weiterhin wie gewohnt wachsam zu sein, insbesondere wenn sie unerwünschte Mitteilungen erhalten”, antwortet Easyjet auf Anfrage von Business Insider. “Wir empfehlen unseren Kunden außerdem, bei Mitteilungen, die angeblich von Easyjet oder Easyjet Holidays stammen, vorsichtig zu sein. Dies gilt insbesondere angesichts des erhöhten Risikos für Phishing-E-Mails seit dem Ausbruch von Covid-19.” Easyjet hat nach eigenen Angaben seine Abwehrmaßnahmen verstärkt, um die Sicherheit seiner Systeme zu verbessern.

Wie die BBC berichtet, bemerkte Easyjet im Januar erste Anzeichen einer Attacke. Wer hinter dem Angriff steckt, ist bisher nicht bekannt. Immer wieder kam es in den vergangenen Jahren zu Datendiebstahl durch Cyberattacken. Im Jahr 2013 wurde ein trauriger Rekord aufgestellt: Dem Internetkonzern Yahoo wurden Daten von sämtlichen drei Milliarden Accounts gestoßen. Auch British Airways wurde bereits Opfer: 2018 wurden 380.000 Passagierdaten erbeutet, auch Kreditkartendaten.