3. Advent: Weihnachtsgeschichte – Advent und Weihnachtszeit

Es ist wieder soweit: die dunkle Jahreszeit mit ihren kurzen Tagen und ihren langen Nächten ist wieder präsent. Die Zeit, die wie keine andere dazu geeignet ist, es sich zu Hause in der warmen Stube gemütlich zu machen um im Kreise unserer Lieben die vorweihnachtlichen Wochen zu genießen.

Nach all der Hektik am Arbeitsplatz, dem vollen Programm in der Schule, den vorweihnachtlichen Veranstaltungen sowohl in den Sportvereinen als auch den diversen caritativen Vereinen und in den Schulen, freuen wir uns über ein paar Stunden Ruhe und Besinnlichkeit.

Denn da können wir Kraft sammeln für die normalen täglichen Pflichten. Dann, wenn wir es uns zu Hause gemütlich machen, den Fernseher und die digitalen Medien außen vor lassen und mit einfachen Mitteln etwas entschleunigen. Wenn wir uns zusammensetzen, miteinander sprechen und uns gemeinsam auf Weihnachten einstimmen.
Hierzu braucht man nicht viel.

Man kann beispielsweise einen kleinen Spaziergang machen, danach, wieder zu Hause angekommen, bei Kerzenschein am Adventkranz, Kinderpunsch und Glühwein genießen, Nüsse knacken und Bratäpfel naschen, dabei vielleicht noch ein paar Lieder miteinander singen, kurzum es sich gemütlich machen und gut gehen lassen.
Zusammen ein Brettspiel oder Karten spielen oder etwas vorlesen. Im Grunde benötigt man hierzu wirklich wenig Materielles, viel wichtiger ist die wertvolle Zeit, die man miteinander verbringt, sind die Worte, die man miteinander spricht, sind es die Gedanken, die man miteinander austauscht.

Denn sie bleiben in Erinnerung, weil ohne Zeitdruck, ohne ein Muss, etwas in angenehmer Atmosphäre geschaffen wird, das sich einprägt und an das man sich gerne zurückerinnert.

Was spricht also dagegen, die Adventssonntage so zu gestalten, dass sie unvergesslich werden? Dass man sich im kommenden Jahr wieder daran erinnert und sie wieder auf diese oder ähnliche Weise verbringt?

Dass man es zur Tradition macht, die vorweihnachtlichen Sonntage im Familienkreis zu verbringen, sich auf das Wesentliche beschränkt und sich auf Weihnachten einstimmt.

Die Vorfreude auf das Weihnachtsfest mit all seinen Besonderheiten weckt. Sei es der Besuch der Mitternachtsmette und danach die frohen Weihnachtswünsche an und von anderen Teilnehmern, das Händeschütteln uns fremder Personen, vielleicht auch das eines uns nicht unbedingt sympathischen Mitmenschen.

Wann sonst kommen wir anderen Menschen so nahe wie hier? Wann sonst können wir so leicht über unseren Schatten springen und auf andere Menschen zugehen? Rücken da nicht die heiß ersehnten Geschenke, das leckere Essen, in den Hintergrund? Ist es nicht die frohe Botschaft von der Geburt Jesus, die es uns leicht macht, über Vorurteile hinwegzusehen?
Auf jeden Fall sollten wir die Vorweihnachtszeit und die Weihnachtszeit dazu nutzen, das menschliche Miteinander zu pflegen. Denn damit können wir viel Positives leben und erleben und unsere kleine Welt ein wenig besser zu machen.

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